Bei strahlendem Sonnenschein, einzelnen Wolken und guter Laune war es heute so weit: Bauherrin und Baubegleiterin haben den erweiterten Rohbau abgenommen. Nachdem Chris gestern den ersten richtigen Bauherrenschweiß beim Graben des Schachtes für die Stromleitung geschwitzt hat, durfte er heute im Büro bleiben und unser Bauleiter durfte sich über Damenbesuch auf der Baustelle freuen.
Der fleißige Montagetrupp war auch heute wieder fleißig und hat im Obergeschoss die Fußbodenheizung und die Bodenplatten verlegt, die Decken geschliffen und die Fenster von der Folie befreit.
Wir haben nur kleine Rückstände festgestellt, so war am Nachmittag z.B. die Fußbodenheizung in einem der Zimmer im Obergeschoss noch nicht gelegt, das Fensterbrett im Gäste-WC fehlte, einige Käselöcher auf dem Dachboden waren noch nicht verschlossen und zwei Steckdosen müssen noch verlegt werden. Ansonsten war alles schick :-) Bauherrin, Baugeleiterin und Bauleiter waren zufrieden und glücklich (also zumindest die ersten beiden, aber der dritte machte durchaus auch den Anschein).
Damit es auch in den nächsten Wochen voran geht, haben wir einen Schlüssel für unsere Baustellentür erhalten. Ich freu mich schon auf morgen, da gibt es die Neuauflage von "Feges allein Zuhaus". Da der Montagetrupp morgen wieder nach Tschechien fährt, stehen die Chancen für ein, zwei Stunden allein im Haus nicht schlecht. Viel können wir noch nicht machen, da die Gewerke noch reinmüssen, aber ein bissl saubermachen, messen, staunen, stolz sein, planen und träumen wird schon gehen.
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Freitag, 11. Februar 2011
Montag, 7. Februar 2011
Feges allein Zuhaus - oder: Alles ist gut!
Da es am Samstag zum Aufräumen schon zu dunkel, kalt und nass war (wer hat da eigentlich seinen Teller nicht aufgegessen? So viel Regen...), haben wir uns einen Schlüssel für die Bautür geben lassen und sind am Sonntagmorgen nach dem Ausschlafen zum Haus gefahren.
Es hat zu diesem Zeitpunkt seit zwei Tagen durchgeregnet und unser Grundstück wäre der perfekte Austragungsort für ambitionierte Schlammcatching-Events - bei Interesse bitte melden, wir geben gerne etwas Matsch ab!
Im Haus selbst trocknet immer mehr. Die Bodenplatte, deren Oberfläche am Samstag getaut ist, ist jetzt an vielen Stellen schon trocken. Das Aufräumen ging dann doch schneller als gedacht und wir hatten uns gerade mit Kreide, Maßstab und Fotoapperat bestückt, um unser Haus auszumessen, zu fotografieren und kleinere Mängel zu markieren, als ein altbekannter weißer Transporter vor der Tür hielt und Chris nur sagte: "Die Bauarbeiter sind da". Also wurde doch nix aus "Feges allein Zuhaus".
Damit der Bauzeitenplan nicht in Verzug gerät, haben die EBH-Jungs gestern eine Sonderschicht eingeschoben und verarzteten unsere Decke. Wir hatten dabei erstmal ein etwas mulmiges Gefühl, innerlich fragte sich die besorgte Stimme meines Bauherren-Überichs: "Na wenn das mal keine Nacht- und Nebelaktion ist...", schließlich wollten wir doch alles erst mit unserem Bauleiter und Daniela besprechen und prüfen. Aber nun gut, Fortschritt ist Fortschritt und den Feuchtigkeitsmesser kann man auch durch kleine Löcher in die Decke stecken und diese danach wieder zukleben. Die Bauarbeiter haben also die zerschnittenen Dampfsperren entfernt, geprüft, ob die Dämmmatten noch feucht sind und auf Chris' Bitten haben sie die Matten an den Stellen, die nass waren ausgetauscht.
Es hat zu diesem Zeitpunkt seit zwei Tagen durchgeregnet und unser Grundstück wäre der perfekte Austragungsort für ambitionierte Schlammcatching-Events - bei Interesse bitte melden, wir geben gerne etwas Matsch ab!
Im Haus selbst trocknet immer mehr. Die Bodenplatte, deren Oberfläche am Samstag getaut ist, ist jetzt an vielen Stellen schon trocken. Das Aufräumen ging dann doch schneller als gedacht und wir hatten uns gerade mit Kreide, Maßstab und Fotoapperat bestückt, um unser Haus auszumessen, zu fotografieren und kleinere Mängel zu markieren, als ein altbekannter weißer Transporter vor der Tür hielt und Chris nur sagte: "Die Bauarbeiter sind da". Also wurde doch nix aus "Feges allein Zuhaus".
Damit der Bauzeitenplan nicht in Verzug gerät, haben die EBH-Jungs gestern eine Sonderschicht eingeschoben und verarzteten unsere Decke. Wir hatten dabei erstmal ein etwas mulmiges Gefühl, innerlich fragte sich die besorgte Stimme meines Bauherren-Überichs: "Na wenn das mal keine Nacht- und Nebelaktion ist...", schließlich wollten wir doch alles erst mit unserem Bauleiter und Daniela besprechen und prüfen. Aber nun gut, Fortschritt ist Fortschritt und den Feuchtigkeitsmesser kann man auch durch kleine Löcher in die Decke stecken und diese danach wieder zukleben. Die Bauarbeiter haben also die zerschnittenen Dampfsperren entfernt, geprüft, ob die Dämmmatten noch feucht sind und auf Chris' Bitten haben sie die Matten an den Stellen, die nass waren ausgetauscht.
Eine ausgetauschte Dämmmatte. Von den 13 Dämmmattenpaketen waren am Ende des Tages nicht mehr viel übrig, da quasi alles ausgetauscht wurde. Ein beruhigendes Gefühl.
Hier wird gerade eine Matte passend geschnitten.
Nur über dem Trepenauschnitt wurd die Dampfsperre geklebt. Die Watte hier war auch am Freitag absolut trocken und nur zur Vorsicht wurden die Dampfsperren geöffnet. In allen anderen Räumen wurden die Dampfsperren erneuert.
Am heutigen Montag stand der erste große Besichtigungstermin an und das Ergebnis ist: Alles ist gut! Unsere Baubegleiterin Daniela ist absolut zufrieden mit der Bauweise und der Ausführungsqualität. Balsam für die Bauherrenseele! Es wurde geprüft, ob die Dämmung trocken ist, und an den nassen Wandstellen wurde gebohrt und ein Feuchtigkeitstest gemacht. Auf Danielas Bitten wurden die Tackerstellen an den Übergängen der Dampfstellen noch mit Klebeband verschlossen.
Während Chris die Rohbaubesichtigung übernommen hat, habe ich mich hinter die Hausanschlüsse geklemmt. Leider war ich nicht so erfolgreich: Unser Strom- und Gasanschluss lässt weiter auf sich warten. Irgendwie scheint die schon befestigte Straße ein Problem darzustellen, für diese Woche sind wir auf jeden Fall noch nicht für den Anschluss eingetaktet. Unser Bauleiter wird sich morgen nochmals wegen des Stroms umhören und in Erfahrungen bringen, was genau das Problem ist. Abwasser und Regenwasser werden aber nach Möglichkeit nächste Woche gemacht - dann können wir immerhin aufs Klo. Ich habe nämlich eine innere Wette mit mir Laufen, dass ich nicht mal einmal auf Baustellen-Dixi-Klo gehe :-)
Donnerstag, 3. Februar 2011
...und plötzlich hatten wir ein Haus!
Unser Haus steht!
Sieht es nicht toll aus:
Es ist die Krönung der Holzständer-Bauweise! Diese Windschnittigkeit, Eleganz und Anmut!
Aber der Reihe nach.
Heute morgen sah alles noch so aus - unser Riesengerüst.
Dann flog die erste Wand durch die Luft...
... und landete neben dem Gerüst.
Links Küche, in der Mitte Tür und Lichtband, rechts HWR.
Alle Wandzusammenstoßstellen - wie heißen diese Dinger? - wurden feinsäuberlich verklebt, damit die Dampfsperren 1a-dicht sind.
Apropos dicht! Das waren die Wolken heute nämlich nicht. Am Vormittag hat es ziemlich lange genieselt. Unsere Wände waren aber gut mit Folien geschützt. Nur die armen Monteure nicht.
Sieht es nicht toll aus:
Es ist die Krönung der Holzständer-Bauweise! Diese Windschnittigkeit, Eleganz und Anmut!
Aber der Reihe nach.
Heute morgen sah alles noch so aus - unser Riesengerüst.
Dann flog die erste Wand durch die Luft...
Da steht sie. Fein säuberlich beschriftet. Gut, dass unser Name so kurz ist :-)
Aber dann kam die erste "richtige" Hauswand. Unsere Südseite mit der Eingangstür, die zu unserem Erstaunen schon drin ist.
Links Küche, in der Mitte Tür und Lichtband, rechts HWR.
Alle Wandzusammenstoßstellen - wie heißen diese Dinger? - wurden feinsäuberlich verklebt, damit die Dampfsperren 1a-dicht sind.
Apropos dicht! Das waren die Wolken heute nämlich nicht. Am Vormittag hat es ziemlich lange genieselt. Unsere Wände waren aber gut mit Folien geschützt. Nur die armen Monteure nicht.
Jetzt kommt die erste Innenwand - Flur/HWR.
Links kann man schon supergut die Küche erkennen.
Dieses Ungetüm hier, ist unsere Heizung. Jep! Genau, unsere Heizung. Die wurde nämlich kurzerhand schon vom Kran ins Haus gehoben.
Unser Gäste-WC.
Jede Wand hat noch ein paar Schuhe bekommen.
Es ist unglaublich, wie routiniert der Montagetrupp gearbeitet hat. Da sitzt jeder Handgriff.
Tataaaaa! Die Terassentür geht zum ersten Mal auf.
Natürlich wurden auch alle Abstände nochmals genau nachgemessen.
Und bei Bedarf wurde noch bissl gerade gerückt.
Ein Fenster - ich weiß leider nicht mehr, welches :-p
Mit diesen Schrauben wurden unsere Hauswande miteinander verbunden.
Das ist die letzte Wand des Erdgeschosses.
Es war gerade mal kurz vor 10.00 Uhr morgens!
Und schon war der erste LKW leer.
Unser Erdgeschoss!
Der zweite LKW.
Jetzt ist auch der Stahlträger zwischen Küche und Esszimmer eingebaut.
Ach ja.... und der Blick in unser Chaos-Wohnzimmer. Man könnte meinen, wir sind schon eingezogen...
Dann kam das erste Deckenteil!
Nochmal unser Gäste-WC - aber diesmal von innen fotografiert!
Der Bauherr inspiziert den HWR.
Impressionen à la Kabel.
Die Ähnlichkeit mit einem Schweizer Käse kann man beim Anblick unserer Hauswände nicht leugnen:
Die Terassentür zur Westseite.
Natürlich wurden auch die Dampfsperren zum Obergeschoss verklebt.
Für die Dackdecker unter uns:
Unsere Deckenbalken - Der Dachkasten ist schon in Lichtgrau gestrichen. Schick, gell?
Kletterakrobatik
Und dann stehen wir zum ersten Mal im Obergeschoss. Könnt ihr euch noch an die kleine niedliche, rosafarbene Bodenplatte erinnern? Wie schnell die Kleinen groß werden!
Und die Bauherren werden klein!
Das ist unsere Küchendecke samt Stahlträger.
Die Wände fürs Obergeschoss.
Rechts Dachsteine vor Gerüst, hinterm Gerüst die strahlende Bauherrin.
Noch mehr Obergeschosswände - alle schon beplankt und verspachtelt.
Die Elektroleitungen wurden von einem EBH-Elektriker sofort aus der Installationsebene gezogen.
Mit ihm sind wir dann auch im Erdgeschoss rumgegangen und haben uns die Steckdosen und Lichtauslässe nochmals angeschaut. Wir haben nur im Gäste-WC etwas verändert. Da hatten wir nämlich kein Deckenlicht und haben es jetzt ergänzt.
Fertig :-) Naja fast.
Der Dauerfrost ist mittlerweile passé. Mit den wärmeren Temperaturen kommt leider auch der Schlamm zurück und deshalb kehre ich als vorbildliche Anwohnerin die Straße.
In Wirklichkeit habe ich einfach nur die Spannung nicht mehr ausgehalten und brauchte was zu tun. Vorher bin ich natürlich in den Baumarkt gefahren, um Besen, Schaufel und den ein oder anderen Krimskrams zu kaufen. Die Heizung im Auto war herrlich! Irgendwann dringt die Kälte selbst durch 5 Kleiderschichten samt langer Unterhose und Skisocken.
Das ist unser Schlafzimmer.
Und das sind weiter Käselöcher :-)
Unser Flur mit Lichtband.
Tja, was könnte denn das sein?
Richtig! Links ist die Dusche!
Dann bekam auch das Obergeschoss eine Zimmerdecke.
Inzwischen war es ca. 4 Uhr. Da es schon um kurz nach 5 dunkel wird, wurde die Montage des Dachstuhls nicht vorgezogen. Der wird morgen moniert.
Der erschöpfte Bauherr
Unsere Rumpelkammer genannt "zukünftiges Wohnzimmer". Wo wir da am Samstag feiern wollen, ist mir noch schleierhaft, aber irgendwie wird es klappen.
Das war's für heute.
Wir sind fix und alle, sehr glücklich und nach einer warmen Dusche auch wieder im Besitz aller Körperfunktionen.
Die Bilanz dieses Tages:
16 gefutterte Kuchenteilchen
4 Kannen Kaffee
2 Päckchen Kekse
1 glückliche Bauherrin
1 glücklicher Bauherr
6 tolle Hausmonteure
2 fertige Stockwerke
mindestens 10 Besucher (lustig, wer da so alles kommt und sich die Baustelle anschaut)
2 verschusselte Zollstöcke (es werden nicht die letzten sein)
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