Samstag, 5. Februar 2011

Na das sieht doch schon besser aus...


Ihr erinnert euch an unsere Wasserspiele von gestern?

Heute morgen bin ich mit vollem Kofferraum mit Getränken und einem doch schon ziemlich flauen Gefühl im Magen zur Baustelle gefahren um mal zu sehen, was unser Villa am/im Wasser so tut.

Der Bautrupp war schon wieder fleißig am werkeln.

Im Haus selbst hatte EBH gestern noch einen Bautrockner in der Größe einer Feldküche aufgestellt, der unser Haus ins Tropical Island verwandelt.


Der Schlauch führt nach oben und kann dort flexibel in alle Räume gelegt werden. Aktuell lag er gerade im Schlafzimmer. Und dort herrschten so schätzungsweise 45°C.

Die Böden waren quasi alle trocken, es tropfte auch nirgends mehr. Wir müssen vermutlich an 2 Stellen die Trockenbauwände öffnen um mal zu schauen wie es dahinter aussieht, die Dampfsperre und Mineralwolle muss halt auch an einigen Stellen erneuert werden, aber das sieht doch alles schon wieder deutlich positiver aus.

Montag werden wir wie gesagt mit EBH und Daniela die Stellen noch mal untersuchen und eine Restfeuchtemessung durchführen, aber im Moment glaube ich nicht an irgendwelche Schäden oder größere Umbauarbeiten.

Freitag, 4. Februar 2011

Gutes Wasser - Böses Wasser!

Tag 1 der Hausaufstellung ist vorbei. Gestern Abend haben wir uns sehr geplättet gefühlt - so viele Eindrücke, so viele Quantensprünge hin zum eigenen Haus. Wo am Morgen noch eine Bodenplatte war, stand am Abend ein Haus - leider ohne Dach.

Der heutige Tag stand ganz unter dem Motto "Wasser".
Gleich in der Früh kam der Wasserinstallateur und hat unseren Wasserhausanschluss gelegt. Schönes Wasser!

Kommen wir zum bösen Wasser.
Es hat geregnet - besser: schneegeregnet und das in ziemlichen Mengen.
Sturmböhen gabs auch, aber trotzdem musste der Dachstuhl aufs Haus.
Der Kran hatte nicht mehr viel zu tun, nach einer halben Stunde Arbeit konnte er von dannen fahren.

Unser Hausbautruppe machte sich dann fleißig ans Werkeln.
Strom haben wir uns wieder von Nachbars gemopst und hier beginnt das Problem: Beim Dachstuhlbau waren nicht nur die Arbeiter Wind und Regen ausgesetzt, sondern natürlich auch alle elektrischen Geräte und Verlängerungskabel. Die waren dann irgendwann so durchweicht, dass die Sicherungen folgen. Mit unserer neulich erst erstandenen trockenen Kabeltrommel ging es dann.


Chris und ich haben uns als erstes dem Unternehmen "Ohne Matsch ins Haus" gewidmet. Nach einem Baumarktbesuch und körperlichem Höchsteinsatz beim Wegschaufeln des gefrorenen Schlamms haben wir diesen wunderschönen Eingangsbereich kreiert:



Im Haus sah es auch noch wüst aus. Die Bodenplatte ist immer noch gefroren, darauf liegt schon einiges an Schlamm, dem wir aber mit Schaufel und Besen zu Leibe gerückt sind.


Es hörte immer noch nicht auf zu regnen und die Sorgenfalten auf des Bauherren Stirn wurden tiefer und tiefer. Grund dafür ist der folgende Anblick bzw. Ausblick. Da hat es nämlich fleißig reingeregnet und leider nicht nur da.


Irgendwie hat sich das Wasser seinen Weg durch die Deckenkonstruktion gesucht und tropfte durch ein kleines Loch in der Dampfsperre.



Die Übeltäter waren schnell gefunden. In jeder Decke haben wir diese Schweizer Käselöcher, durch die die Deckenteile mit den Wänden verschraubt werden. Da hat es reingeregnet. Auch die Plane, die die Decke eigentlich schützen sollte, konnte das bei den Regenmassen nicht verhindern.



Das Bauherrenherz rutschte bei solchen Bildern tief in die Hose. An vielen Stellen bildeten sich kleine Seen, an den Wänden sah man Rinnsale. Nicht gut! Böses Wasser!


Ein Telefonat mit Senzig (EBH) und unserem Baubegleiter brachte zwar die Gewissheit, dass alles wieder trocknet und zur Not ausgetausch wird, doch es half nichts: Die Dampfsperre musste auf.


Der Eimer - dein Freund und Helfer in der Not :/
Es kam einiges an Wasser aus der Decke und schließlich sahen alle Decken im Obergeschoss so aus:


Nicht schön, aber immerhin kann das Wasser jetzt abfließen.

Wir bekommen einen stromlosen Bautrockner und stromige Bautrockner, sobald wir eigenen Strom haben. Am Montag kommt dann unser Bauleiter und schaut sich zusammen mit uns und unserem Baubegleiter das Wasserdesaster (zumindest fühlt es sich so an) an.

Am Ende des Tages, als das Dach dicht war, der Regen zwischenzeitlich aufgehört hatte und das Obergeschoss aufgeräumt war, wurde das Bauherrenherz etwas leichter, aber hüpfen kann es erst wieder, wenn das böse Wasser weg ist!  

Donnerstag, 3. Februar 2011

...und plötzlich hatten wir ein Haus!

Unser Haus steht!

Sieht es nicht toll aus:
Es ist die Krönung der Holzständer-Bauweise! Diese Windschnittigkeit, Eleganz und Anmut!

Aber der Reihe nach.

Heute morgen sah alles noch so aus - unser Riesengerüst.


Dann flog die erste Wand durch die Luft...


 ... und landete neben dem Gerüst.



Da steht sie. Fein säuberlich beschriftet. Gut, dass unser Name so kurz ist :-)


Aber dann kam die erste "richtige" Hauswand. Unsere Südseite mit der Eingangstür, die zu unserem Erstaunen schon drin ist.


Links Küche, in der Mitte Tür und Lichtband, rechts HWR.




Alle Wandzusammenstoßstellen - wie heißen diese Dinger? - wurden feinsäuberlich verklebt, damit die Dampfsperren 1a-dicht sind.

Apropos dicht! Das waren die Wolken heute nämlich nicht. Am Vormittag hat es ziemlich lange genieselt. Unsere Wände waren aber gut mit Folien geschützt. Nur die armen Monteure nicht.



Jetzt kommt die erste Innenwand - Flur/HWR.


Links kann man schon supergut die Küche erkennen.


Dieses Ungetüm hier, ist unsere Heizung. Jep! Genau, unsere Heizung. Die wurde nämlich kurzerhand schon vom Kran ins Haus gehoben.



Unser Gäste-WC.


Jede Wand hat noch ein paar Schuhe bekommen.
Es ist unglaublich, wie routiniert der Montagetrupp gearbeitet hat. Da sitzt jeder Handgriff.



Tataaaaa! Die Terassentür geht zum ersten Mal auf.


Natürlich wurden auch alle Abstände nochmals genau nachgemessen.


Und bei Bedarf wurde noch bissl gerade gerückt.


Ein Fenster - ich weiß leider nicht mehr, welches :-p


Mit diesen Schrauben wurden unsere Hauswande miteinander verbunden.


Das ist die letzte Wand des Erdgeschosses.

Es war gerade mal kurz vor 10.00 Uhr morgens!


Und schon war der erste LKW leer.




Unser Erdgeschoss!



Der zweite LKW.


Jetzt ist auch der Stahlträger zwischen Küche und Esszimmer eingebaut.

Ach ja.... und der Blick in unser Chaos-Wohnzimmer. Man könnte meinen, wir sind schon eingezogen...


Dann kam das erste Deckenteil!



Nochmal unser Gäste-WC - aber diesmal von innen fotografiert!


Der Bauherr inspiziert den HWR.




Impressionen à la Kabel.


Die Ähnlichkeit mit einem Schweizer Käse kann man beim Anblick unserer Hauswände nicht leugnen:



Die Terassentür zur Westseite.



Natürlich wurden auch die Dampfsperren zum Obergeschoss verklebt.


Für die Dackdecker unter uns:



Unsere Deckenbalken - Der Dachkasten ist schon in Lichtgrau gestrichen. Schick, gell?


Kletterakrobatik


Und dann stehen wir zum ersten Mal im Obergeschoss. Könnt ihr euch noch an die kleine niedliche, rosafarbene Bodenplatte erinnern? Wie schnell die Kleinen groß werden!



Und die Bauherren werden klein!



Das ist unsere Küchendecke samt Stahlträger.


Die Wände fürs Obergeschoss.



Rechts Dachsteine vor Gerüst, hinterm Gerüst die strahlende Bauherrin.


Noch mehr Obergeschosswände - alle schon beplankt und verspachtelt.
Die Elektroleitungen wurden von einem EBH-Elektriker sofort aus der Installationsebene gezogen.
Mit ihm sind wir dann auch im Erdgeschoss rumgegangen und haben uns die Steckdosen und Lichtauslässe nochmals angeschaut. Wir haben nur im Gäste-WC etwas verändert. Da hatten wir nämlich kein Deckenlicht und haben es jetzt ergänzt.





Fertig :-) Naja fast.


Der Dauerfrost ist mittlerweile passé. Mit den wärmeren Temperaturen kommt leider auch der Schlamm zurück und deshalb kehre ich als vorbildliche Anwohnerin die Straße.


In Wirklichkeit habe ich einfach nur die Spannung nicht mehr ausgehalten und brauchte was zu tun. Vorher bin ich natürlich in den Baumarkt gefahren, um Besen, Schaufel und den ein oder anderen Krimskrams zu kaufen. Die Heizung im Auto war herrlich! Irgendwann dringt die Kälte selbst durch 5 Kleiderschichten samt langer Unterhose und Skisocken.

Das ist unser Schlafzimmer.


Und das sind weiter Käselöcher :-)


Unser Flur mit Lichtband.


Tja, was könnte denn das sein?


Richtig! Links ist die Dusche!

Dann bekam auch das Obergeschoss eine Zimmerdecke.
Inzwischen war es ca. 4 Uhr. Da es schon um kurz nach 5 dunkel wird, wurde die Montage des Dachstuhls nicht vorgezogen. Der wird morgen moniert.


Der erschöpfte Bauherr




Unsere Rumpelkammer genannt "zukünftiges Wohnzimmer". Wo wir da am Samstag feiern wollen, ist mir noch schleierhaft, aber irgendwie wird es klappen.


Das war's für heute.
Wir sind fix und alle, sehr glücklich und nach einer warmen Dusche auch wieder im Besitz aller Körperfunktionen.

Die Bilanz dieses Tages:

16 gefutterte Kuchenteilchen
4 Kannen Kaffee
2 Päckchen Kekse
1 glückliche Bauherrin
1 glücklicher Bauherr
6 tolle Hausmonteure
2 fertige Stockwerke
mindestens 10 Besucher (lustig, wer da so alles kommt und sich die Baustelle anschaut)
2 verschusselte Zollstöcke (es werden nicht die letzten sein)
238 Fotos